Der Unvollendete

Mit dem Abschied von Marco Reus verliert Borussia Dortmund eine Vereinslegende, die über 12 Jahre lang für diesen Verein lebte. Trotz seiner unbestrittenen Errungenschaften rund um den BVB wird diesem überragenden Individualisten doch immer ein Makel anhaften: Der des Unvollendeten. Wir wollen anlässlich Reus´ Abschied heute einmal zurückblicken auf ihn und sein Wirken im Ruhrpott.

3 Transfers, die den BVB zum Meister machen

Die abgelaufene Saison endete für Borussia Dortmund mit der größtmöglichen Enttäuschung und dass, obwohl man vor dem letzten Spieltag beste Aussichten auf die erste Meisterschaft seit 2012 besaß. Die Bayern schwach wie lange nicht, schienen keine Konkurrenz mehr zu sein, rollten dem Konkurrenten aus dem Ruhrpott fast schon den roten Teppich aus. Der BVB hatte trotz kadertechnischen Defiziten und enormen Unterschieden zum Konkurrenten aus dem Süden trotzdem bis zuletzt alles offen gehalten und könnte mit den leidvollen Erfahrungen des möglicherweise spannendsten 34. Spieltags seit dem Jahr 2001 in diesem Sommer deshalb eine neue Transferoffensive starten, um den FC Bayern endlich vom Thron zu stoßen!

Tabula rasa, FC Bayern!

Der FC Bayern München hat gestern zum 33. Mal die deutsche Meisterschaft gewonnen, doch so richtig wollte keine Feierstimmung bei allen Beteiligten aufkommen. Das lag zum einen daran, dass in dieser Saison zu keinem Zeitpunkt die nötige Überzeugung vorherrschte das viel zitierte „Mia san mia“ auf den Platz zu bringen und zum anderen, weil kurz nach Spielende die Trennung von CEO Oliver Kahn und Hasan Salihamidžić publik wurde. Das es ein „Weiter so“ nicht geben kann, war nach dieser Spielzeit und der langfristigen Entwicklung des Vereins klar und doch passt die Kommunikation und das Drumherum in ein desaströses Gesamtbild, dass der Club höchst selbst zu verantworten hat.

Wer wird Deutscher Meister? Favoritencheck #2

Spätestens seit dem letzten Wochenende und der Bayern Bruchlandung in Mainz haben wir in der Bundesliga fünf Spieltage vor Schluss einen komplett offenen Meisterschaftskampf. Der BVB geht in diese entscheidenden Wochen als Tabellenführer und befindet sich von nun an in der Rolle des Gejagten. Eine völlig neue Situation so kurz vor Saisonende und der Jäger aus München scheint angeknockt. Die Frage ist, gelingt den Dortmundern die große Sensation oder gehen wieder die Nerven mit in wichtigen Spielen immer wieder wackelnden Borussen durch und kann der krisengeplagte FC Bayern dann auch zur Stelle sein?

Ein Topspiel mit Entscheidungspotential

Morgen ist er also endlich gekommen, der Tag der Tage. Der BVB, der als Tabellenführer nach München reist, fordert den FC Bayern zum Tanz um die Tabellenführung auf. Uns steht im Rahmen dieses 26. Spieltages wohl das offenste Spitzenspiel seit 10 Jahren bevor, das zusätzlich auch noch viele brisante Konstellationen mit sich bringt. So erleben wir nicht nur eine mögliche Vorentscheidung um den Titel, sondern auch Thomas Tuchels Debüt an der Seitenlinie. Warum die Ernennung des ehemaligen Mainzers zum X-Faktor werden könnte, welche Rolle die Mentalität in diesem modernen Klassiker spielen wird und wieso das Spiel zum Meisterstück von BVB Coach Terzic werden könnte, erfahrt ihr in der folgenden Vorschau.

Das Problemkind „Nationalmannschaft“

ir haben sie also mal wieder, unsere geliebte Länderspielpause. Wie ihr merkt, ist der ironische Unterton in vorangegangener Feststellung unverkennbar und das hat auch seine Gründe. Die Nationalmannschaften und die Ansetzungen ihrer Spiele zwischen dem vollgepackten Terminkalender des europäischen Vereinsfußballs sind auch medial immer mal wieder ein Thema, das in der öffentlichen Wahrnehmung spaltet. Wenige Bereiche, die über die Faszination des Clubfußballs hinausgehen, werden so kontrovers diskutiert und von so vielen Seiten so kritisch gesehen wie beispielsweise die zusätzliche Belastung durch die Nationalmannschaften und die Auswirkungen auf Spieler aus aller Welt.