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Bei Manchester City steht Omar Marmoush nach der Verpflichtung von Antoine Semenyo auf dem Abstellgleis. Für den Ägypter würde sich eine Rückkehr in die Bundesliga anbieten.
Vor allem bei Eintracht Frankfurt ist Omar Marmoush nach wie vor in bester Erinnerung. Für die SGE erzielte der 26-Jährige nicht nur 37 Tore und lieferte 20 Assists, sondern schwang sich in dieser Zeit auch zum absoluten Fanliebling auf. Der sympathische Ägypter verkörperte eine enorme fußballerische Leichtigkeit, was ihn auch deshalb im Kosmos der Diva vom Main keinerlei Sympathiepunkte kostete, als er den Verein vor rund zwölf Monaten in Richtung Manchester City verlies.
Die Situation, in der sich Marmoush nach dem vollzogenen Transfer von Antoine Semenyo rund ein Jahr später nun allerdings befindet, war in gewisser Weise abzusehen. Dem Offensivspieler fehlte bei seinem Wechsel einfach die Weitsicht. Nicht nur, weil auf seiner Stammposition Erling Haaland als Platzhirsch fungiert, sondern auch weil der Spielstil des Freigeistes nicht mit den Anforderungen eines Pep Guardiola vereinbar ist. Dass Marmoush es trotzdem versuchte, kann man ihm dennoch nicht verübeln.
Marmoush und die Zukunftsfrage
Wie es jetzt für den 26-Jährigen weitergehen könnte, ist spekulativ. Ein Abgang aus Manchester käme für den ehrgeizigen Ägypter einer persönlichen Niederlage gleich. Für seine Karriere wäre ein Neustart bei einem anderem Klub dennoch ratsam. Obwohl sich zuletzt diverse Premier-League-Klubs in Stellung brachten, sollte eine andere Option absolute Priorität genießen: Eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga!
Nicht nur deshalb, weil das deutsche Oberhaus einem Spielertyp wie Marmoush die bestmögliche Bühne bieten würde, um sich erneut für Europas Elite ins Schaufenster zu stellen, sondern auch, weil der technisch versierte Offensivmann ohne Zweifel ein Kind der Bundesliga ist. Auch wenn ein fester Transfer allein aufgrund der im Raum stehenden Ablösesumme aktuell wohl für keinen Bundesligisten stemmbar ist, bieten sich genügend Möglichkeiten.
Exit-Option Bundesliga?
Beispielsweise dem FC Bayern geht seit dem Abgang von Eric-Maxim Choupo-Moting ein echter Back-Up für Superstar Harry Kane ab. Berücksichtigt man allerdings die Umstände, die einen Marmoush-Abgang aus Manchester realistisch erscheinen lassen, wird sich der 26-Jährige in München wohl kaum mit einem Bankplatz zufrieden geben.
Beim BVB stünden die Chancen auf Einsatzzeit schon deutlich besser. Mit dem formschwachen Serhou Guirassy und dem wechselwilligen Fabio Silva verfügen die Dortmunder in der fordersten Front aktuell über keinen Unterschiedsspieler. Die Westfalen würden Marmoush somit nicht nur die Chance auf regelmäßige Einsatzzeit bieten, sondern auch mit Champions-League-Fußball locken.
Auch einen Leihwechsel nach Leverkusen könnte man in Betracht ziehen, so präsentierte sich die Werkself seit der Amtsübernahme durch Kasper Hjulmand deutlich formverbessert und ist ebenfalls noch in der Königsklasse vertreten. Ein Transfer nach Stuttgart oder zu Ex-Klub Eintracht Frankfurt ist hingegen äußerst unrealistisch.
Für Marmoush würde sich einen Rückkehr zu seinen sportlichen Wurzeln als Glücksfall erweisen. So kennt er die Liga und würde bei seinem neuen Klub sofort ein gewisses Standing einnehmen. Ob sich der Ägypter selbst allerdings mit dem „Rückschritt“ Bundesliga anfreunden will, steht auf einem anderen Blatt Papier.
